ERSTE LAGE

Kapellenberg

Einzige Lage in Laumersheim, die nicht auf Kalk und Lösslehm aufgebaut ist. Der Kapellenberg ist eine prähistorische Sandbank. Der Rhein und die Urstromtäler lagerten hier über Jahrtausende Sand und Kies an. In dieser Lage mit ihrem kreideweißen, feinen Sand stehen ausschließlich Rieslinge. Die Weine sind in höchstem Maß elegant, feinfruchtig und leichter als die Rieslinge vom Kalkstein. Der Name Kapellenberg ist zurückzuführen auf die Heilig-Kreuz-Kapelle, die zur Erinnerung an das im Dreißigjährigen Krieg zerstörte Dorf Berghaselbach errichtet wurde.

 

ERSTE LAGE

Burgweg

Die Lage wurde im Jahr 1495 zum ersten Mal als „uff den Burgweg” erwähnt. Der leicht ansteigende Südhang beginnt in Großkarlbach über dem Eckbachtal und reicht bis nach Laumersheim, wo er an den Kirschgarten angrenzt. Die Bodenart wechselt sehr häufig. Auf engstem Raum ist die Struktur geprägt von Kies über Ton bis zu tertiärem Kalksteinverwitterungsboden. Unsere Weinberge befinden sich im Burgweg ausschließlich auf Löss, dem sogenannten Staub der Eiszeit. Er besteht aus einer kalkreichen Ablagerung des Windes. Lössböden sind sehr fruchtbar und haben eine gute Wasserspeicherkapazität. Dadurch können sich die Reben besonders gut entwickeln. Die Weine sind, durch ihre Saftigkeit und einer eher sanften Säure, in der Jugend schon sehr zugänglich. Bei niedrigen Erträgen sind es außerdem absolute Langstreckenläufer.

 

GROSSE LAGE

Goldberg

Der Bissersheimer Goldberg ist ein lang gezogener, nach Südwesten abfallender, Hang. Die Kalksteinverwitterungsböden haben meist eine Auflage von Schwarzerde mit Kalksteingries. Darunter steht massiv der plattenförmige Kalkstein an. Die Rieslinge aus dem Goldberg sind tendenziell von üppiger und gehaltvoller Natur mit einer eher sanften Säure. In der Jugend sind sie meist noch recht verhalten, gewinnen sie mit zunehmender Reife an Ausdrucksstärke und Charakter. Das beeindruckende Lagerpotential dieser Weine ist ein Aushängeschild des Goldbergs.

 

GROSSE LAGE

Laut Johann Philipp Bronner, einem Weinfachmann aus dem 18. Jh., eine der exponiertesten Weinlagen im Leininger Land. Besonders auffällig sind die markanten Bodenstrukturen. Die tonig lehmigen Böden bestehen aus einem Gemenge von Mergeln und Dolomitsteinbruchstücken in dicht gelagertem Ton. Der „Steinbuckel“ ist der 150 m hohe Südhang eines Talkessels. Etwas kühlere Winde aus dem nicht weit entfernten Leininger Tal lassen die Trauben langsamer reifen. Dadurch sind die Weine auch von eher kühlerem und eleganterem Charakter geprägt.

 

GROSSE LAGE

Kirschgarten

Es handelt sich um die älteste und berühmteste Weinbergslage in Laumersheim. Ein Abzweig des weltbekannten Klosters zu Lorsch, genannt „Zum Kirschgarten“, hatte hier in Laumersheim Weinbergsbesitz. Eine Besonderheit des Kirschgartens ist sein außergewöhnlich warmes Kleinklima. Es kommt zustande, weil kalte Westwinde durch die westlich vorgelagerte Höhe des Ohlenberges abgehalten werden. Der Boden ist geprägt von unterschiedlich hoch aufgewehtem eiszeitlichen Löss auf massivem Kalksteinfelsen. Unsere besten Parzellen befinden sich in einem Bereich an dem der Fels bis an die Oberfläche anliegt.  Die Reben sind durch den mageren und kargen Boden weniger wüchsig und der Ertrag dementsprechend gering. Die Weine aus dem Kirschgarten sind von stuffiger und markanter Textur. Der Kalkboden verleiht ihnen außerdem eine kreidige Mineralität. Der Kirschgarten bietet somit die optimalen Grundlagen für spannende Rieslinge und große Burgunder.